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Kur-Kostenübernahme in der gesetzlichen Krankenversicherung

Für die Kostenübernahme von Kuren durch die gesetzliche Krankenversicherung muss unterschieden werden, um welche Kurform es sich im Einzelnen handelt. Stationäre Maßnahmen, sei es zur Rehabilitation nach einem vorhergehenden Krankenhausaufenthalt oder als Vorsorgemaßnahme, werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Seitens der Patienten ist allerdings eine Zuzahlung in Höhe von 10 Euro pro Kurtag aufzubringen. Die Kurleistungen sind ansonsten zuzahlungsfrei.

Wesentlich teurer für den Kurgast sind dagegen ambulante Kuren. Hier werden allein für die Beratung durch den Kurarzt zehn Euro und die Verordnungsblattgebühr fällig. Die ärztlichen Behandlungskosten werden seitens der gesetzlichen Krankenversicherung voll getragen. Weitere Aufwendungen für den Kurgast fallen allerdings für die Kurmittel an. Im Zuge der ambulanten Kur (früher auch oftmals offene Badekur genannt) übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung nur 90 Prozent der anfallenden Kosten für die Kurmittel. Allerdings gewähren die Kassen einen Zuschuss von bis zu 13 Euro zu den übrigen Kosten pro Kurtag. Kinder erhalten in diesem Zusammenhang einen pauschalen Zuschuss von bis zu 21 Euro pro Tag. Bei Mutter-Kind-Kuren müssen Betroffene ebenfalls einen Eigenanteil in Höhe von 10 Euro pro Kurtag leisten, Kinder sind von Zuzahlungen befreit.

Vorsorge- und Rehabilitationsbehandlungen werden standardmäßig nur für einige Wochen übernommen. Zeitliche Grenzen gelten auch für Anschlussheilbehandlungen.

Kur-Kostenübernahme in der gesetzlichen Krankenversicherung

Kur-Kostenübernahme in der gesetzlichen Krankenversicherung @iStockphoto/Ivan Kmit

Allerdings lässt sich der Kuraufenthalt bei Vorliegen medizinischer Gründe verlängern. Für die Zuzahlung seitens der Versicherten gelten die üblichen Zuzahlungsgrenzen der gesetzlichen Krankenversicherung i. H. v. 2 % des Einkommens.

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