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Medizinische Bäder und Packungen

Die Bezeichnung Balneotherapie beschreibt eine Therapieform, die vielen Menschen, wenn sie an eine Kur denken, zuerst einfällt, ohne dass sie den Fachbegriff kennen. Zu Deutsch könnte man auch von einer Bädertherapie sprechen. Im Rahmen einer solchen werden Patienten zum Beispiel bei einer Kur bestimmte Wasseranwendungen verschrieben. Je nach vorliegenden Beschwerden können dabei ganz unterschiedliche Bäder verordnet werden.

Liegt beispielsweise Osteoporose, Arthritis oder eine Beeinträchtigung des Bewegungsapparates nach einer Operation vor, sind Bewegungsbäder oftmals das Mittel der Wahl. Im warmen Wasser können Patienten hier zum Beispiel ihre Muskulatur trainieren, ohne den Bewegungsapparat zu überlasten, das Wasser sorgt für sanften Widerstand. Auch Patienten, die unter Rheuma leiden, werden häufig Bäder verschrieben – etwa in Form eines Solebads oder eines sogenannten Stangerbads, bei dem ein elektrischer Strom im Wasser geleitet wird. Kohlensäurebäder wiederum können einen positiven Effekt auf die Durchblutung, das Herz und den Blutdruck haben. Die Aufzählung der einzelnen Bäderanwendungen im Bereich der Balneotherapie ist hiermit noch längst nicht abgeschlossen.

Im Hinblick auf Packungen sind insbesondere Fango-Anwendungen bekannt. Sie sollen unter anderem dazu beitragen, dass die Durchblutung angeregt wird, sich die Muskulatur entspannen kann und Schmerzen gelindert werden. Die Fango-Therapie kann der Wärmetherapie zugeteilt werden: Der Mineralschlamm wird vor dem Aufbringen auf den Körper erwärmt.

Medizinisches Bad

Medizinisches Bad @iStockphoto/Ridofranz

Um die wärmende Wirkung zu verstärken, wird der Patient zusätzlich zum Beispiel in Decken eingeschlagen. Ergänzt werden kann eine Fango-Therapie häufig sinnvoll durch Therapien, in denen das Bewegungstraining eine Rolle spielt, sowie durch gezielte Massagen.

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